Mobile Reporting Setup für die Messe

Heute geht es für mich nach Pforzheim. Da war ich noch nie! Glaube ich zumindest. Allerdings auch nur zum schlafen. Denn dieses Jahr bin ich gemeinsam mit meinen Kollegen Bianca und Johann von der Firma Scopevisio auf der LearnTec zu Gast. Eine Messe für „professionelle Bildung“, wie uns der Wikipedia-Eintrag verrät. Diese Messe findet jährlich in Karlsruhe statt und ich bin sehr gespannt was mich dort erwartet. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen was die Aussteller zu bieten haben und was es dort allgemein zu sehen gibt. Wie es sich für einen guten Filme-Mensch gehört, habe ich selbstverständlich mein Equipment für den Mobile-Reporting Einsatz dabei. Da jetzt noch (ca.) 3 Stunden im IC (InterCity) vor mir liegen, möchte ich die Zeit nutzen, um euch mal dieses Equipment genauer vorzustellen und warum ich mich dieses Mal dafür entschieden habe.

Dieses Mal besteht mein Equipment aus meinem Smartphone, Mikrofon(e) und einem elektrischen Gimbalsystem mit Smartphone-Halterung. Mehr nicht!

Das Mikrofon:
Mein Mikrofon-Set besteht aus einem SHURE Lavaliermikrofon mit 3,5. Klinkenanschluss, einem Røde SmartLav+ ebenfalls mit 3,5 Klinkenanschluss und einem Røde SC6 Adapter mit einem
Kopfhörerausgang und 2 Mikrofonanschlüsse. Bei allen 3 Anschlüssen handelt es sich um 3,5 Klinkenbuchsen. Warum dieser Adapter nötig ist? Ehrlich gesagt ist er erstmal nur für den Fall der Fälle dabei. Wenn sich ergeben sollte, mit zwei interessanten Menschen vor der Smartphone-Kamera zu reden, dann kann ich mit diesem Adapter einen Gesprächspartner auf den linken, den anderen auf den rechten Aufnahmekanal zu legen. Nur warum dieser Kopfhörerausgang? Dieser erlaubt es mir die Lautstärke zu kontrollieren. Wenn die Gesprächspartner etwas leise zu hören sind, ist das absolut ok. Wenn aber das Audiosignal zu laut ist und übersteuert (sprich: zu laut!), dann kann ich gegenlenken, die Aufnahme etwas leiser stellen und beruhigt das Interview führen. Ein zu lautes Audiosignal mit „ranzen“ im Ton kann man zwar im Schnitt leiser stellen, jedoch hört es sich nach wie vor schlimm an. Ein leiseres Audiosignal hingegen kann man jederzeit etwas lauter regeln. Hierbei muss man nur hören, ob man eventuell ein Rauschen herausfiltern muss. Daher gilt: Weder zu laut, noch zu leise. Etwas leise ist ok, zu leise kann unter Umständen große Probleme bereiten.

Das Gimbalsystem:
Ein elektrisches Gimbalsystem ist für ruhige Kameraführungen gebaut. Sollte man beim Filmen etwaswackeln oder bei einem Schwenk mit der Kamera etwas zittern, kann ein motorisiertes 3 Achsen-Gimbalsystem diese Fehlerchen automatisch ausgleichen und die Kamera ruhig halten. Gerade auf Messen oder eben bei Anlässen bei denen sich viele Menschen tummeln, kann „mal schnell filmen“ diese Fehler geradezu herauf beschwören. Der von mir verwendete 3 Achsen-Gimbal kommt vom Drohnen-Hersteller DJI und hört auf den Namen „Osmo Mobile“. Hierbei handelt es sich um das erste motorisierte DJI Gimbalsystem für Smartphones. Ich kann über dieses System nicht schimpfen. Nicht wirklich zumindest. Die App (passend zum Gimbal) kann zwar Vieles, aber ist noch immer verbesserungswürdig. Jedoch jammere ich auf hohem Niveau. Denn Fakt ist auch, dass DJI mit seiner App zu den besten gehört, die ich bisher getestet habe. Das Gimbalsystem arbeitet hervorragend und die Resultate sprechen für sich.

Das Smartphone:
Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich zuvor grandiose Ergebnisse mit meinem (noch immer) heiß geliebten iPhone 6 und mit meinem iPhone 7 erzielen konnte. Auch mit meinem Phab2Pro von Lenovo (das erste Google TANGO VR Smartphone) habe ich bereits fleißig gefilmt, jedoch fällt das Phablet dieses mal aus, da es leider zu groß für das Gimbalsystem ist. Ich habe 2 iPhones dabei. Zum einen das eingangs erwähnte iPhone 6 (trotz merkwürdigen Verhaltens / altersbedingt oder es leidet unter einem anderen Defekt, wer weiß) und mein iPhoneX. Das iPhone X besitzt 2 Linsen, die mir einen 2-fachen Zoom erlauben, ohne digitale Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Denn Digitalzoom bedeutet auch ein schlechteres Bild. Beim Digitalzoom vergrößerten man einfach nur die Pixel. Dadurch wirkt das Bild so, als würde es auf eine Streuselkuchen-Leinwand projiziert werden. So etwas möchte man nicht! Daher gilt (auch beim fotografieren mit dem Smartphone!) folgendes: KEINEN Digitalzoom verwenden, sondern mit der normalen Einstellung filmen oder fotografieren. In der Nachbearbeitung kann ich ich besser kontrollieren, wieviel % ich das eingefangene Bild vergrößern kann, ohne den Gesamteindruck zu zerstören. Alternativ gibt es dann natürlich auch noch Filter usw. Aber die reißen allesamt nix bei einem Bild mit zu großen Pixeln.

Ich bin gespannt wie sich dieses Setup schlagen wird und werde euch den kleinen Film hier einbinden.

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Wie dieser Film letztlich entstand und was ich dafür letzten Endes benutzt habe, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Wer wissen möchte was ich unterwegs so erlebe, dem lege ich meinen Instagram-Kanal ans Herz und natürlich verweise ich auf meinen Twitter-Account. Ich wünsche viel Freude und bis zum nächsten Beitrag.

Seit 2006 reise ich als Filmemacher durch die Welt und habe stets ein Auge auf interessante und außergewöhnlichen Geschichten. So besuchte ich die PR-Abteilungen von verschiedenen Fußballbundesligisten, konnte die ein oder andere Filmpremiere als Macher erleben und durfte vor Menschen über den eigenen Weg sprechen. Ich arbeite zudem als „Spinner“ stets branchenunabhängig an neuen Dingen.

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