Wenn das Smartphone zur Kamera wird: Teil 1 / Hardware

Dass das Smartphone mittlerweile die „Urlaubsknipse“ ersetzt ist nichts neues. Nichts gegen Schnappschüsse, aber man noch viel mehr aus seinem Smartphone herausholen. Mit den richtigen Einstellungen wie ISO, Blende und Brennweite (bsp. ab dem iPhone X, 2x optisch) lassen sich kleine Kunstwerke einfangen. Dieser Beitrag behandelt allerdings nicht das Fotografieren mit dem Smartphone, sondern das Videographieren. Ja, auch das geht. Und das sogar besser als so man zunächst denken mag.

Seit dem iPhone 5 ist das Smartphone für mich ein wichtiges Werkzeug für Social-Media, YouTube, podcasting oder auch für Blogbeiträge. Wenn man so möchte, ist mein Smartphone zu einem kleinen Multimedia-Allrounder mutiert. Die Auflösung der verbauten Kameras wurden seit dem iPhone 5 immer besser. Und das wissen auch die Zubehör-Firmen. Aufsteck-Linsen, Filter, Gimbals und Co. sind zahlreich im Einzelhandel vertreten. Dank diesem Zubehör kann man mit dem Smartphone sogar richtige Spielfilme drehen. Glaubt ihr nicht?

„UNSANE“ ist beispielsweise ein Film, der komplett mit einem iPhone 7+ gedreht wurde.
Dank diesem Zubehör kann man mit dem Smartphone sogar richtige Spielfilme drehen. Glaubt ihr nicht? „UNSANE“ ist beispielsweise ein Film, der komplett mit einem iPhone 7+ gedreht wurde.

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Doch braucht man wirklich all das, um gute Videos mit seinem Smartphone zu produzieren?

Natürlich ist ein 3-Achsen Gimbal sehr nützlich. Dieser gleicht kleine Erschütterungen aus und lässt die Kamera schön gleichmäßige Kamerafahrten einfangen. Aber diese Smartphone-Gimbals nutzt man weniger, als noch vor dem Kauf gedacht. Warum ist das so? Wenn wir mal ehrlich sind, sind wir doch alle von dieser Technik ein bisschen fasziniert. Stichwort: Spieltrieb. Etwas nüchterner betrachtet, sind diese Gimbals nicht wirklich mobil, obwohl das ein oder andere Modell dies sogar im Namen trägt.

Kleine Stative, wie zum Beispiel das „Manfrotto Mini“ mit Klemme für das Smartphone (AFFILIATE LINK), sind doch da gleich viel handlicher und bequemer. Man schraubt die Klemme auf das kleine Stativ, klemmt das Smartphone ein und nutzt die drei zusammengeklappten Beine des Statives als Griff. Wenn man in einer etwas belebteren Location filmt und einen guten Ton erzielen möchte, dann rate ich zu externen Mikrofonen, wie beispielsweise dem MV88 (für iOS Lightning-Geräte) (AFFILIATE LINK) oder dem MV88+ für Android und iOS Geräte (bringt sogar das Stativ und 1x Mikro USB auf Lightning-, 1x Mikro USB auf USB-C Kabel, Mikrofonhalterung und Handyklemme mit /AFFILATE LINK). Zu teuer? Keine Panik, es gibt auch Alternativen, auf die ich in den nächsten Beiträgen in der SMARTPHONE Kategorie näher eingehen möchte. Guter Ton macht schon gleich viel mehr aus, als ein Gimbal. Natürlich ist ein ruhiges Bild schön, aber wenn der Ton mies ist, wird sich keiner dein Video aufmerksam zu Ende schauen.

Man hat glücklicherweise vielleicht sogar schon ein Mikrofon mit Klinkenanschluss, welches man üblicherweise an seiner Kamera anschließt. Diese funktionieren meist nicht an Smartphones. Doch warum schreib ich „glücklicherweise“? Ein kleiner Adapter von der Firma Røde macht dieses Mikrofon Smartphone kompatibel. SC4 nennt Røde (AFFILIATE LINK) diesen Adapter und ist sofern ein Mikrofon bereits vorhanden ist, eine echte Alternative für nur wenige Euronen.

Doch wie bekommt man nun sein Richtmikrofon komfortabel ein sein Smartphone? Eine Hand hält das Smartphone, die andere das Mikrofon? So kann das ja nichts werden! Doch ein Gimbal? Nein. Eine praktische Halterung mit Blitzschuh-Anschlüssen und Gewindefassungen ist doch da genau das Richtige (AFFILIATE LINK). Die Griffe links und rechts dieses sogenannten RIGs, geben uns einen sicheren Halt, während das Smartphone in der Smartphone-Klemme fixiert und das Mikrofon in einem der Blitzschuhen befestigt ist. Die verlinkte Halterung besitzt nicht nur an der Oberseite drei Blitschuhe und 2 1/4 Gewinde, sondern auch noch ein weiteres 1/4 Gewinde auf der Unterseite. Dadurch lässt sich dieses „RIG“ auch auf Stativen befestigen. In meinem Beispiel habe ich mein Richtmikrofon SHURE LENSHOPPER VP83F (AFFILIATE LINK) mittels SC4 Adapter an mein SAMSUNG Galaxy S8 (AFFILIATE LINK) geschlossen. Das Rig habe ich hier auf das Manfrotto MINI Stativ geschraubt.

Man kann mit diesem Setup schon ganz hervorragende Ergebnisse erzielen. Allerdings sind die Möglichkeiten der Standart-Apps auch eher begrenzt. Aber auch hier gibt es Alternativen, die das Maximale aus unseren Smartphone-Kameras herausholen. Eine dieser Apps trägt den Namen „FilMic Pro“. Und den Zusatz PRO, trägt diese App zurecht. Die wichtigsten Attribute kann man hier manuell einstellen. Ton, Blende, ISO und so weiter lassen sich über diese App perfekt steuern. Darüber aber im nächsten Beitrag dieser Kategorie mehr.

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